Was bedeutet Augmentation?
Das Wort Augmentation ist vom lateinischen Wort augmen (Vermehrung, Zuwachs) abgeleitet und wird in der Medizin zur Umschreibung von vergrössernden Behandlungen verwendet.
Beispiele dafür sind die Wangenaugmentation (Wangen aufspritzen), die Kinnaugmentation (Kinnvergrösserung), die Lippenaugmentation (Lippen aufspritzen) oder die Mamma Augmentation (Brustvergrösserung).
Augmentationen zielen darauf ab, Volumen wiederherzustellen oder gezielt hinzuzufügen – etwa um altersbedingtem Gewebeabbau entgegenzuwirken oder um Proportionen im Gesicht und Körper zu harmonisieren.
Wussten Sie? In der ästhetischen Medizin werden hierfür heute bevorzugt moderne, gut verträgliche Materialien wie Hyaluronsäure oder Eigenfett verwendet, um natürliche und sichere Ergebnisse zu erzielen.
Arten von Augmentation
Je nach Zielsetzung, anatomischer Region und gewünschtem Ergebnis stehen in der ästhetischen Medizin unterschiedliche Verfahren zur Augmentation zur Verfügung. Die Auswahl der Methode richtet sich dabei nicht nur nach dem gewünschten Volumeneffekt, sondern auch nach Aspekten wie Haltbarkeit, Natürlichkeit und individueller Verträglichkeit.
Augmentation durch Eigenfett
Bei dieser Methode wird körpereigenes Fett entnommen. Dieses kommt meist aus dem Bauch, den Oberschenkeln oder Flanken. Es wird speziell aufbereitet und anschliessend in die gewünschte Region injiziert. Besonders häufig wird Eigenfett zur Vergrösserung der Brüste, zur Konturierung des Gesichts oder zur Behandlung von Volumenverlust eingesetzt.
Ein grosser Vorteil: Da es sich um körpereigenes Material handelt, ist das Risiko allergischer Reaktionen äusserst gering. Zudem wirkt das Ergebnis sehr natürlich.
Eigenfett enthält auch regenerative Stammzellen, die eine positive Wirkung auf das umliegende Gewebe haben können – Ein Pluspunkt für die Hautqualität.
Augmentation durch Implantate
Implantate kommen vor allem bei Brust- oder Kinnvergrösserungen zum Einsatz. Dabei werden Silikonimplantate operativ in die gewünschte Region eingebracht. Die Form und Grösse können individuell angepasst werden, wodurch ein präzise planbares Ergebnis möglich ist.
Diese Methode eignet sich besonders dann, wenn ein deutlicher Volumenaufbau gewünscht ist, der mit Eigenfett oder Fillern nicht ausreichend erreicht werden kann. Implantate sind in der Regel lang haltbar, benötigen jedoch eine intensivere Nachsorge und regelmässige ärztliche Kontrolle.
Augmentation mit Fillern
Filler, allen voran Hyaluronsäure, sind heutzutage ein Standardverfahren für die Augmentation im Gesichtsbereich. Sie werden gezielt in tiefer liegende Hautschichten injiziert, um Volumen zu schaffen, Konturen zu modellieren oder feine Linien zu glätten.
Diese Methode ist minimalinvasiv, schnell durchführbar und hat nur geringe Ausfallzeiten. Allerdings ist das Ergebnis nicht dauerhaft. Je nach Produkt und Körperregion halten die Effekte zwischen 6 und 18 Monaten. Moderne Filler enthalten oft zusätzlich lokal betäubende Substanzen, was die Behandlung komfortabler macht.